Löwenzahn und Gundermann kombiniert mit einem Curry

Das Wetter spielt ja im Frühjahr 2026 noch nicht so gut mit, da schmeckt am Abend, wenn es schnell kühl wird ein warmes Gericht besser, als nur ein kalter Salat. Und mit knackigem Gemüse harmonisieren unsere Wildkräuter sehr gut. Unser Garten zeigt sich der derzeit in zarten und satten Grüntönen, blaue Blüten des Gundermann und saftige gelbe Blüten des Löwenzahn blühen um die Wette und auch die zarten Blüten der Vogelmiere schimmern überall durch.

Gundermann und Löwenzahn bringen gute Bitterstoffe in die Nahrung, was gerade im Frühjahr sehr gut ist. Es regt die Leber an, die Entschlackung des Körpers kann damit gut angeregt werden und mit vielen Mineralien und Vitaminen strotzen die Wildkräuter als Kraftpakete. Löwenzahn wirkt harntreibend, ist entzündungshemmend und regt den Stoffwechsel an. Er enthält viel Vitamin C und Bitterstoffe i und kann bei Blähungen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit helfen. Die gesamte Pflanze von der Blüte bis zur Wurzel kann genutzt werden. Blätter und Blüten schmecken gut in Smoothie und Salaten, können als Tee genutzt werden. Die Knospen können wie Kapern eingelegt werden und die Wurzel kann getrocknet werden und als Tee genutzt werden oder auch als Tinktur.

Gundermann, auch Gundelrebe genannt, ist bekannt als entzündungshemmendes, schleimlösendes und wundheilendes Heilkraut. Bei Husten und Bronchities, sowie bei Magen-Darmbeschwerden oder zur Entgiftung der Leber kann diese kleine Pflanze genutzt werden. Sie dient zur Ausleitung von Schadstoffen über Leber, Niere und Blase und wirkt ausgleichend bei Müdigkeit und Antriebslosigkeit, also genau richtig bei Frühjahrsmüdigkeit. Sie kann frisch oder getrocknet genutzt werden.

Beide Wildkräuter habe ich für ein warmes und leckeres Gemüsecurry genutzt.

Zutaten für 2 Portionen

  • 3 frische Möhren
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 3 kleine Tomaten oder 1 große Tomate
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zucchini
  • eine Handvoll Blumenkohlrösschen oder Broccolierösschen
  • 1 Dose Kokosmilch a 400 ml
  • 1 Dose Kichererbsen a 400ml
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Currypulver
  • 2-3 TL Kokosöl
  • Salz, Pfeffer
  • optional 1 Chilischote für alle Spicyfans
  • 1 Handvoll Löwenzahnblätter und ein paar offene Löwenzahnblüten sowie 2-3 Gundermannreben (Blätter, Stiel und Blüten)

Das Gemüse klein schneiden und zur Seite legen. Die Kräuter aabspülen und klein hacken. Die Löwenzahnblüten ganz lassen.

In einer Pfanne 2 TL Kokosöl erhitzen und die gehackten Frühlingszwiebeln und den klein gehackten Knoblauch anschwitzen. Das Tomatenmark hinzugeben und alles 2-3 min anrösten und das Currypulver hinzugeben und alles weitere 2 min anrösten bis der Curryduft sich entfaltet. Die entstandene Currypaste aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller füllen.

Das restliche Kokosöl in die Pfanne geben und das Gemüse anbraten. Dabei die Möhrenstücke(die brauchen etwas länger, um gar zu werden) zuerst in die Pfanne geben und 2 min alleine anbraten lassen. Dann die Blumenkohlrösschen und Zucchinistücke in die Pfanne geben und anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nach 3 bis 4 min die Currypaste hinzufügen und mit 100 ml Wasser aufgießen. Einen Deckel auf die Pfanne geben und alles 10 min dünsten lassen, dabei immer mal umrühren. Wenn das Gemüse al dente oder weich ist, je nach Vorliebe, die Kichererbsen, Tomatenstücke und die Kokosmilch hinzugeben und lasst alles heiß werden lassen. Nochmal mit Salz und Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Hitze ausmachen und die gehackten Kräuter dazu geben und alles kurz durchziehen lassen. Alles auf Teller füllen und mit Löwenzahnblüten dekorieren.

Zum Curry passt Reis oder auch ein feines Kartoffelpürree.

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